Ökumenische FriedensDekade 2026

Nachricht 27. Oktober 2026

COURAGIERT WIDERSTÄNDIG

Die Ökumenische FriedensDekade steht 2026 unter dem Motto „couragiert widerständig“ und findet vom 8. bis 18. November in Hannover statt.
Das Motto greift eine Erfahrung auf, die viele Menschen teilen: Die Welt scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten. Kriege und bewaffnete Konflikte prägen die Nachrichten, demokratische Werte werden vielerorts in Frage gestellt, die Klimakrise schreitet voran und gesellschaftliche Spannungen nehmen zu. Viele Menschen reagieren darauf mit Sorge, Frustration oder dem Gefühl, wenig bewirken zu können. Die FriedensDekade setzt bewusst einen anderen
Akzent. Sie lädt dazu ein, die Hoffnung nicht aufzugeben und sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. „Couragiert widerständig“ bedeutet deshalb mehr als die Verteidigung demokratischer Institutionen. Es bedeutet auch, aufmerksam zu bleiben gegenüber Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausgrenzung. Es bedeutet, die Würde jedes Menschen ernst zu nehmen und sich für eine
Gesellschaft einzusetzen, die von Respekt, Solidarität und Gewaltfreiheit geprägt ist.

Folgende Termine finden zusammen mit dem ACK (Arbeitskreis christlicher Kirchen) in Hannover statt:

  • 8. November, 10.30 Uhr
    Ev. luth Apostelkirche, Celler Straße 78
    Eröffnungsgottesdienst zur FriedensDekade 2026
    mit Pastorin Schröder und Team
  • 9. November, 19.00 Uhr
    Ev.-luth. Dreifaltigkeitskirche, Bödekerstraße 23
    Friedensgebet
  • 10. November, 19.00 Uhr
    Ev.-luth. Lister Kirchengemeinde, Wöhlerstraße 13
    Liederabend: Wolfgang Gerbig
    Auf der Bühne bekannt als Woger singt er vom Frieden: von der Sehnsucht danach, vom Streit darum und von dem, was jede und jeder im Alltag dafür tun kann. Seine ersten Lieder schrieb er in den 1980er-Jahren im Umfeld der Friedensbewegung, heute steht er mit eigenen Songs über Zusammenhalt, Zivilcourage und gesellschaftliche Spaltung bundesweit auf der Bühne. Ein Abend mit Liedern, mal ernst, mal witzig, zum Zuhören und Weiterdenken.
    Homepage des Künstlers
  • 10. November, 19 Uhr 
    Neuapostolische Gemeinde Hannover-Herrenhausen, Alveser Weg 7
    Friedensgebet
  • 11. November, 19.00 Uhr
    Ev. Reformierte Gemeinde, Lavesallee 4
    Friedensgebet
  • 12. November, 19.00 Uhr
    Elim-Gemeinde Hannover, Hermann-Gebauer-Weg 3
    Friedensgebet
  • 13. November, 19.00 Uhr
    Röm-kath. St. Mariagemeinde, Marschnerstraße 34
    Friedensgebet
  • 14. November, 19.00 Uhr
    Selbständig-Evangelisch-Lutherische Bethlehemsgemeinde, Große Barlinge 35
    Friedensgebet
  • 15. November, 18.00 Uhr
    Ev.-luth. Dreifaltigkeitskirche, Bödekerstraße 23
    Jugendgottesdienst
    mit Pastor Kawalla und Konfirmand*innen
  • 15. November, 18.00 Uhr
    Ev.-luth. Lister Kirchengemeinde, Wöhlerstraße 13
    Kindergottesdienst mit Pastorin Nathalie Burfien
  • 17. November, 19.00 Uhr
    Ev.-meth. Johanneskirche Otto-Brenner-Straße 12
    Friedensgebet
  • 18. November, 10.30 Uhr
    Ev.luth. Markuskirche, Oskar-Winter-Straße 7
    Schulgottesdienst mit dem Chor der Ricarda-Huch-Schule, Pastorin Schröder und Team
  • 18. November, 19.00 Uhr
    Ev.-luth. Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 19
    Abschlussgottesdienst
  • Werktags während der Dekade 06.15 Uhr montags bis freitags
    Ev.-luth. Friedenskirche, Schackstraße 4
    Friedensandacht mit anschließendem Frühstück

Termine des Friedensbüros Hannover

Aufruf und Motto mutig für Menschenrechte und Frieden einzutreten und gewaltfrei Widerstand zu leisten:

Diskussionsveranstaltungen:

  • Friedensbüro Hannover
    Dienstag, 03.11.2026 ab 19.00 Uhr – Pavillon, Lister Meile 4, Hannover

„Kriegstüchtig oder Verteidigungsfähig - und das mit Gottes Segen?“

Im November 2025 veröffentlichte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine neue Denkschrift zur evangelischen Friedensethik. Was Orientierung geben sollte, markiert einen Bruch mit der bisherigen friedensethischen Tradition der Kirche und hat für teils heftige Diskussionen gesorgt. Die strittigen Punkte – wie z.B.: „Akzeptanz nuklearer Abschreckung “,  „Unterstützung massiver Aufrüstung“ und Waffenlieferungen als „humanitäre Pflicht“, spielen in der öffentlichen Diskussion friedensbewegter Menschen eine Rolle.
Auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat dazu eine kritische Stellungnahme veröffentlicht. Elvin Hülser vom Antikriegshaus Sievershausen hat daran mitgearbeitet und wird die Kritikpunkte vorstellen.

  • Antikriegshaus Sievershausen, Kirchweg 4A, 31275 Lehrte-Sievershausen
    Sonntag, 15.11.2026, 16.00 Uhr, Antikriegshaus Sievershausen

„Pazifismus – ein Irrweg?“ Vortrag und Diskussion mit Pascal Beucker, Journalist, Autor, Redakteur im Parlamentsbüro der taz

Im Zentrum des Vortrags steht die Frage, die angesichts von Krieg, Aufrüstung und politischer Polarisierung neu und dringlich gestellt wird: Welche Orientierung kann Pazifismus geben, wenn Menschen mit Angriffskrieg und nackter Gewalt konfrontiert sind?

Pascal Beuckers kritische und einordnende Betrachtungen in seinem Buch „Pazifismus – ein Irrweg? eröffnen Raum für eine differenzierte Debatte jenseits vorschneller Gewissheiten und parteipolitischer Vereinnahmungen.

Friedensbüro Hannover – V.i.S.d.P.: P. Metsch, Friedensbüro, Maschstr. 24, 30169 Hannover

Ansprechperson

Pastorin Christine Schröder