Teil der Bewerbung zur Kulturkirche Markuskirche 2025 war eine neue Idee: Klanginstallationen von Studierenden der Komposition an der HMTM Hannover, die sich mit dem "Klang" der Markuskirche befassen. Unter "Klang" ist dabei nicht nur ein physischer Klang gemeint, sondern alles, was durch diesen Raum für eine künstlerische Perspektive zum Thema wird, und dann klingt. Die Auseinandersetzung der Studierenden begann Anfang Mai mit einer Einführung durch Pastorin Schröder in den Kirchraum. Zwei Wochen später diskutierten die Studierenden ihre Ideen mit der Istanbuler Künstlerin Sevgi Aka. Zampia Betty Mavropoulou stellt einen Bezug zu einer griechisch-orthodoxen Kirche auf der Insel Tinos her. Jakob Lerch überführt gegenständliche Historizitäten des Kirchenraums mithilfe eines eigens entwickelten kompositorischen Analyse- und Transformationsverfahrens in klangliche Erscheinungsformen. Chi-Hsin Hung erforscht das Verhältnis von Luft und Klang in einer eigenen Konstruktion. Yejin Hwang geht von der koreanischen Vorstellung aus, dass ein Gesicht eine Vertiefung für den Geist ist, und befasst sich dabei vor allem mit dem Taufbecken. Die Eröffnung ist 11. Oktober 12:00 Uhr. Dort wird es ein Gespräch mit den Komponist*innen über ihre Werke geben. Die Installationen können bis zum 25. Oktover von Dienstag-Sonntag zwischen 11-18.00 Uhr in der Markuskirche besichtigt werden.