Gestaltung: zumhohenufer.de

Spurensuche 2016

MK_Spurensuche_Flyer_Internet
Gestaltung: Hannes Malte Mahler

Samstag, 3. September 2016, 15 – 17 Uhr

SPURENSUCHE

Eine historisch-künstlerische Auseinandersetzung mit zwei Kriegerdenkmälern um die Markuskirche – Ein Parcours.

Im Rahmen des Themenjahres Krieg und Frieden

 

Die Spurensuche hatte in der Markuskirche begonnen, führte zum Kriegerdenkmal am Lister Turm in die Eilenriede und endete danach in der Markuskirche.

Thema der historisch-künstlerischen Auseinandersetzung mit zwei Kriegerdenkmälern war eine Spurensuche zum ersten Weltkrieg in und um die Markuskirche in Hannover. Ausgangspunkt waren die Kriegserfahrungen vieler Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller, die teilweise aus Hannover stammten oder hier lebten sowie Archivmaterial der Markuskirche. In Tagebüchern und Briefen verarbeiteten Künstler ihre Erlebnisse aus den ersten Kriegstagen bis hin zu den Materialschlachten in Frankreich. Daraus wurde eine Collage aus Texten vorgestellt, die mit Musik verbunden waren und an beiden Orten, in der Markuskirche und am Kriegerdenkmal am Lister Turm in der Eilenriede, stattfanden. Texte von Ernst Jünger (Soldat im 73. Füsilierregiment) begegneten Antikriegsliedern von 1918 bis heute, die Archivmaterialien erzählten von Kriegsbegeisterung, auch in der Markuskirche, Klavierkompositionen für die linke Hand, komponiert primär für kriegsversehrte Pianisten, erklangen neben Auszügen aus Bachs h-Moll-Messe, gesungen vom MarkusChor Hannover.

Das Publikum wurde Teil einer Zeitreise, die den ersten Weltkrieg auf vielschichtige Weise nahe bringt. Bewusst ist für diese Spurensuche das Jahr 2016 gewählt, um nach dem vielerorts begangenen Gedenkjahr 2014 die Aufmerksamkeit auf die weiter wirkende Kriegsthematik und das Werben um Frieden als aktuelle Aufgabe auch in der Gegenwart präsent zu halten.

Das Konzertprojekt Spurensuche spannte einen Bogen zwischen zwei zentralen Kriegerdenkmalen in der List: Das eine wurde bereits 1916, auf dem Höhepunkt der Materialschlachten in Frankreich, für die Markuskirche konzipiert und 1921 eingeweiht. Seine Geschichte ist kontrovers und zeigt das Ringen um den Umgang mit einem angemessenen Gedenken der im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs entstand – 1928 eingeweiht – für das Hannoversche 73. Füsilierregiment ein Kriegerdenkmal aus Stein in der Nähe des Lister Turms in der Eilenriede. Mit beiden Denkmälern, dem Kriegerdenkmal in der Markuskirche und dem am Lister Turm, soll die Auseinandersetzung mit dem Weltkriegsgeschehen mit zwei konkreten Orten in Hannover – die Markuskirche und die Eilenriede – verbunden werden.

Mitwirkende

Christiane Ostermayer, Sprecherin Stefan Wiefel, Sprecher

Darlén Bakke, Klavier

Stephan Uhlig, Gesang Martin Dietterle, Orgel/Chorleitung MarkusChor Hannover

MarkusChor Hannover

Konzept/Recherche/Text: Prof. Dr. Peter Rautmann

Dramaturgie / Produktionsleitung: Katharina Ortmann

Musik von Johann Sebastian Bach (Auszüge aus der Messe h-Moll, MarkusChor Hannover) Kurt Weill, Berthold Brecht/Hans Eisler, Edvard Grieg u.a.

Zum Konzertprojekt SPURENSUCHE ist ein Katalog erschienen, der die Recherche dokumentiert (siehe rechte Spalte: pdf-Download).

Das Projekt SPURENSUCHE wird gerahmt von zwei Vorträgen mit Musikbeträgen, einer Lesung und einem Gottesdienst. Die Reihe schlägt den Bogen vom Ersten Weltkrieg ins Heute. Sie richtet den Blick auf den Umgang von Künstlerinnen und Künstlern mit Kriegsgeschehen im 20. Jahrhundert.

Vorträge, Musik, Lesung, Gottesdienst, Diskussion