Unsere Gemeinde beteiligt sich auch 2026 wieder sichtbar am Christopher Street Day in Hannover. Gemeinsam mit vielen Partner*innen aus Kirche und Stadtgesellschaft bereiten wir ein besonderes Wochenende vor, das für Vielfalt, Menschenwürde und gelebten Glauben steht. Das diesjährige Motto lautet: "Wir schreiben Zukunft: Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Queer."
Für alle, die Lust haben, am Samstag mit uns an der CSD-Demonstration mitzugehen, Flagge zu zeigen und Kirche sichtbar bunt zu machen, gibt es um 12 Uhr auf dem Opernplatz bei der Bauwagenkirche einen gemeinsamen Treffpunkt. Wir freuen uns auf ein fröhliches und glaubensvolles CSD-Wochenende mit Euch! Bei Rückfragen wendet Euch an Pastorin Christine Schröder oder Kirchenvorsteher Michael Kählke.
Ebenso Herzliche Einladung zum erstmalig stattfindenden festlichen queersensiblen Vorabendgottesdienst am Freitag, 22. Mai 2026, um 18 Uhr in der Marktkirche Hannover.
Der Gottesdienst steht im Zeichen einer offenen und dialogorientierten Kirche, die sich klar an die Seite queerer Menschen stellt und gesellschaftliche Vielfalt als Bereicherung versteht. Er richtet sich ausdrücklich an alle Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Herkunft oder religiöser Bindung.
Die Vielfalt zeigt sich auch in der musikalischen Gestaltung: „Kirchenmusik ist für alle da – und genau das wird in diesem Gottesdienst hörbar. Unterschiedliche musikalische Stile treten miteinander in Beziehung. Von klassischer Kirchenmusik bis Pop ist alles dabei. Wenn wir von ‚mehr Himmel auf Erden‘ singen, dann geschieht das in solchen Momenten. Genau hier, wo unterschiedliche Stimmen, Musik und Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas von dieser Hoffnung erfahrbar wird“, sagt Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel.
Mitwirkende sind unter anderem Landesbischof Ralf Meister, Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel, Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes, Theodor Adam (Pfarrperson für Queer-sensible Seelsorge in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers), Pastorin Christine Schröder und Popkantor Til von Dombois und Band und „Meine Herr’n - der schwule Männerchor Hannover“.
Im Anschluss sind alle Besuchende eingeladen zu Sekt und Brause unter der Orgelempore.
Pastorin Christine Schröder: „Ich bin nicht queer. Aber ich bin Christin — und das verpflichtet mich. In einer Zeit, in der rechte und fundamentalistische Kräfte die Menschenwürde queerer Menschen wieder offen angreifen, kann Kirche nicht bei sich selbst bleiben". Der Gottesdienst ist Teil eines wachsenden Engagements der Kirche, Räume für Begegnung, Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu öffnen. Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung soll er ein Zeichen setzen für Respekt, Sichtbarkeit und ein friedliches Miteinander in Vielfalt.