Losung vom 21. November 2018

Losung

Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht.

Sprüche 16,8

Lehrtext

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.

1.Thessalonicher 4,6

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 18. November 2018 bis Samstag, 24. November 2018

Spruch

Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Spr 14, 34)

Feiertag

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Erklärung

Die Festlegung des Buß- und Bettags auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem Ewigkeitssonntag, auf einen Beschluss der Eisenacher Konferenz von 1852 zurück. Die nord- und mitteldeutschen Landeskirchen schlossen sich dieser Terminregelung 1893 an. In Süddeutschland hingegen setzte sich dieser Termin erst im 20. Jahrhundert durch. In allen deutschen Bundesländern ist der Buß- und Bettag staatsrechtlich geschützt. Als gesetzlicher Feiertag wurde er allerdings zur Finanzierung der Pflegeversicherung (außer in Sachsen) 1995 in allen Bundesländern abgeschafft. Dennoch bleibt er überall kirchlicher Feiertag. In den Predigten dieses Tages wird vor allem der Gedanke der Umkehr vor Gott aufgegriffen. Diese Einladung zur Umkehr = Buße gilt dabei sowohl für den Einzelnen mit seiner Schuld als auch – im Sinne des Wächteramtes der Kirche – für die Gesellschaft mit ihrer Schuld. Da die Kirche aber stets auch Kirche in der Welt ist, ist die Botschaft des Buß- und Bettages freilich auch immer an sie selbst gerichtet. Jede selbstgerechte Überheblichkeit der „Welt“ gegenüber muss deshalb für die Kirche gerade auch an diesem Tag ausgeschlossen bleiben.

aus: Buchna, J: 1x1 des Kirchenjahres

Thema

Buß - und Bettag

Offb 3, 14-22

14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest! 

16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.

17 Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.

18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. 

19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!

20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.

22 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Andacht der Woche

Schön anzusehen war es ja: das Herbstlaub, wenn die Sonne sein Braun gegen den Himmel golden leuchten ließ in den verschiedensten Nuancierungen. Doch nach und nach sind die Blätter gefallen, der Wind oder die Herbststürme haben nachgeholfen, bis nur noch einzelne Blätter verloren an den sonst kahlen Ästen hingen. Zudem ging es mit den Temperaturen bergab, erste Frostnächte oder gar Tage ließen schnell die Sehnsucht aufkommen nach Wärme.
Die Herbsttage leiten die Zeit ein, in der die Natur ruht, Wachsen und Blühen scheint zum Stillstand gekommen. Nicht selten wird vom Absterben der Natur gesprochen.
In diese Zeit fallen die Feiertage, an denen menschliche Grenzen, Vergänglichkeit und Tod das Thema ist.
Störende Tage für diejenigen, die den Tod Tod sein lassen wollen, die leben wollen und mit dem Leben ihren Spaß haben. Private Radiosender zum Beispiel ändern am Ewigkeitssonntag keineswegs ihre Klangfarbe, lockere Sprüche und die neusten Hits auch an solchen Tagen rund um die Uhr. Angst oder Eingeständnis, dass Leben nicht machbar ist? Dem Leben jede nur mögliche Phase abgewinnen?
Dabei sind die Christen mit ihrem Nachdenken über den Tod gar nicht so dumm. Zum einen erkennen sie, dass jedes Leben seine Grenzen hat, nicht nur die des Todes. Sie sehen die Grenzen des Machbaren. Zum anderen bekommt Leben einen anderen Wert, wenn es einmal aus dem Blickwinkel des Sterbens gesehen wird, wohlgemerkt nicht des Todes. Wer einmal einen sterbenden Menschen begleitet hat, mag erkannt haben, dass Nähe und Geborgenheit die menschlichen Grundbedürfnisse sind. Alles andere tritt in den Hintergrund.
Und was die Perspektive des Lebens betrifft, ist der Herbst übrigens auch kein schlechter Lehrmeister, denn er treibt bereits neue Knospen, kleine Zeichen, dass der Tod nicht das letzte Wort behalten wird, dass etwas zu erwarten ist, was wir jetzt nur ahnen können.


Klaus-Uwe Nommensen, Pastor i.R.

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autor: Klaus Böllert

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Morgenandacht

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Der Buß- und Bettag ist ein Tag, an dem man über Sackgassen nachdenken kann und bietet eine Chance, sich an Wirrungen und Verwirrungen zu erinnern. Die Morgenandacht von Friedemann Magaard.

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Wochenlied

Aus tiefer Not lasst uns zu Gott (EG 144) und Nimm von uns, Herr, du treuer Gott (EG 146)

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