"GegenGewalt?" Ausstellung in der Markuskirche

Nachricht 01. Juli 2021

"Gegen Gewalt?" Ausstellung in der Markuskirche

Ausstellung "Gegen Gewalt?" in der Markuskirche

Am Pfingstsonntag, 23. Mai 2021, 10 und 12 Uhr eröffnen wir unsere Ausstellung "Gegen gewalt?" in der Markuskirche in Gegenwart der Künstler*innen mit einem thematischen Gottesdienst zur Ausstellung. Im Gottesdienst kommt die Komposition „Quartett für das Ende der Zeit“ (Ausschnitt) von Oliver Messiaen durch Udo Grimm, Klarinette, (ensemble 21) zur Aufführung.

In der Ausstellung „gegen GEWALT?“ werden künstlerische Arbeiten gezeigt, die sich kritisch mit der gesellschaftlichen Situation unserer Zeit auseinandersetzen. Es sind Artefakte, die in sinnlicher Anschauung gegen das Vergessen, gegen gesellschaftliche Erstarrungen und Fehlentwicklungen angehen wollen und Einsprüche formulieren zu gesellschaftlichen Entwicklungen und Prozessen, die langfristig das menschliche Leben und Zusammenleben gefährden. Sie sind zugleich von der Hoffnung getragen, mit ihren Einsprüchen auch eine Stimme für notwendige Veränderungen zu befördern.

Die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel beschäftigt sich thematisch mit den Auswirkungen der Klimakrise im globalen Zusammenhang, der Braunschweiger Künstler Timo Hoheisel bearbeitet die Problematik eines atomaren Endlagers im Wendland, das Hannoverschen Künstlerpaar Lotte Lindner/Till Steinbrenner spürt den massiven Eingriffen in die ursprüngliche Klanggestalt der alten romantischen Markuskirchenorgel nach, Martin Spengler (München) setzt sich in seinen Materialreliefs mit der Alltäglichkeit von kollektiver Gewalt auseinander, Ingo Lie (Hannover) dagegen mit der Verletzlichkeit des Menschen im Anthropozän und Viktoria Diehn (Worpswede) erinnert in einer Installation zu Leben und Tod von Cato Bontjes van Beek an die lebensverachtende Brutalität des NS-Regimes.

Für alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler ist die Erarbeitung einer überzeugenden sinnlich-ästhetischen Form ihres Engagements die gemeinsame Verbindung und Grundlage. Ihr erstmaliges Miteinander in dieser Ausstellung zeigt bei ähnlicher Thematik eine große mediale Vielfalt: Von der Zeichnung über Tafelbilder bis zu skulpturalen Objekten sowie Installation und Performance reicht die künstlerische Spannbreite.