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Carl Heinrich Graun: Osteroratorium

Am Ostermontag, 2. April 2018, 10.30 Uhr führt der Markuschor das Osteroratorium von Carl Heinrich Graun im Festgottesdienst der Markuskirche auf. Der Chor wird begleitet vom Barockorchester "Camerata di San Marco", als Solisten singen Mareike Braun (Alt), Götz Phillip Körner (Tenor) und Ralf Grobe (Bass). Die Predigt in diesem Gottesdienst hält Pastorin Christine Schröder.

Der Barockkomponist Carl Heinrich Graun (1704 – 1759) war zu seiner Zeit unter dem Preußen-König Friedrich dem Großen als  Kapellmeister an der Oper Unter den Linden und Opernkomponist ein gefeierter Star der Berliner Musikwelt. Erst mit der Wiederentdeckung der Bachschen Werke traten seine Oratorien in den Hintergrund. Der Markuschor bringt damit ein eher unbekanntes barockes Werk zur Aufführung.

Von Braunschweig an die Lindenoper nach Berlin

Carl Heinrich Graun. 1752 Stich von V.D.Preisler nach einem Gemälde von A. Möller (Archiv der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel). Quelle: wikimedia commons

Carl Heinrich Graun (1704 – 1759) besuchte die Kreuzschule in Dresden, wo er bald durch seine schöne Stimme auffiel und neben Gesangs- ersten Klavier- und Cellounterricht erhielt. 1724 wurde Graun als Hofsänger nach Braunschweig berufen, wo er u.a. Opern komponierte und zum Vizekapellmeister am Braunschweiger „Opernhaus am Hagenmarkt“ aufstieg. 1735 trat er als Vizekapellmeister in die Kapelle des preußischen Kronprinzen und späteren Königs Friedrich des Großen ein.

Nach Friedrichs Thronbesteigung wurde Graun zum Kapellmeister ernannt und zu Studienzwecken nach Italien geschickt. Aus Italien zurückgekehrt wurde das nach Plänen des königlichen Baumeisters Georg Wenzeslaus v. Knobelsdorff erbaute Opernhaus Unter den Linden im Jahr 1742 mit seiner Oper Cesare e Cleopatra eröffnet. Graun wendete sich darauf ganz und gar der Oper zu und traf den Geschmack des Königs und der Öffentlichkeit so sehr, dass er bald als Star des Berliner Opernwesens dastand und sich als solcher bis zu seinem Tod behaupten konnte. (vgl. Wikipedia  Art. Carl Heinrich Graun).